Abschlussreflexion

In der Lehrveranstaltung Web 2.0 und die Gesellschaft, habe ich Techniken des Web 2.0 kennengelernt. Als erstes möchte ich Frau Prof. Buchem für die tolle Gestaltung des Unterrichts loben, ihr gelang es, mit ihrer Art und Weise, die Vorlesung spannend und informativ zu gestallten. In der den zehn Vorlesungen, wurden einige spannende Themen und zwei Projektarbeiten vorgestellt.

  • Web 2.0 und die Gesellschaft
  • Identität im Web 2.0
  • Wissen und Kollaboration
  • Kultur und Recht 2.0
  • Nachrichten und Politik 2.0
  • Enterprise 2.0
  • Digital Diversity or Divide?
  • Lernen im Web 2.0
  • Digital City: Web 2.0 in der Stadt

Zum Anfang der Lehrveranstaltung habe in meinem About die Lernziele für diesen Kurs definiert und abschließend kann ich sagen, dass ich diese Ziele auch erreicht habe. Mir gelang es einen Einblick in die Techniken des Web 2.0 zu bekommen und ihren Einfluss auf die Gesellschaft. Dabei waren zwei Begriffe allgegenwärtig, Diversität und Spaltung. Vorher war es mir nicht bewusst, wo überall eine Spaltung und Vielfalt in der Gesellschaft vorliegt. Wenn für unsere, oder jüngeren Generationen es kein Problem mehr darstellt, ein Smartphone oder den Rechner zu bedienen. So stellt das für die ältere Generation eine Herausforderung dar. Wie oft musste ich meiner Mutter erklären, z.B. wie sie ihre E-Mails abruft, oder einen Begriff mit Google sucht.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Vorlesung war, die Erstellung eines eigenen Blogs. In dem Teile der Vorlesung durch Kurzreflexionen näher untersucht wurden. Interessant war es auch zu erfahren, wie man sich rechtlich mit dem Impressum absichern muss, oder unter welcher Lizenz der Blog betrieben wird.

Abschließend kann ich sagen, dass die Zukunft im Web liegt und alle Bereiche in Zukunft irgendwie miteinander vernetzt sein werden. Ich bin für jede neue Form von Technik offen eingestellt. Aber dabei sollte, meiner Meinung nach, der Datenschutz und die Sicherheit an vorderster Stelle stehen. Ob ich in Zukunft meinen Blog weiterpflege oder einen neuen erstelle, kann ich nicht sagen, aber mein Interesse wurde geweckt.

Wissen und Kollaboration im Web 2.0

Heutzutage ist es nicht mehr wichtig viel und alles zuwiesen, sondern nur wo es steht. Dies führt aber nicht zur individuellen Weisheit sondern zu einer gestiegen Erstarrung. Folglich ist unser Wissen so echt wie tief. Ursprünglich ist es so, dass der Mensch durch seine eigenen Beobachtungen, Erlebnissen und Erinnerung sich das Wissen aneignet. Aber aus Erfahrung weiß man auch, dass Erinnerungen verblassen können, oder man sich schlichtweg irren kann. Um diese Erinnerungen zu festigen benutzen wir Hilfsmittel, was eigentlich nichts schlimmes ist, dass hat der Mensch schon immer gemacht. Sei es sich eine Telefonnummer aufzuschreiben, Urlaubsfotos in das Fotoalbum kleben, um sich später an gewisse Dinge erinnern zu können. Leider geht die Entwicklung dahin, dass der Mensch seine Gedächtnis auslagert und sich nur noch merkt wo er diese gespeicherte Information findet. Hier soll jetzt nicht der Eindruck entstehen, dass ich diese neuen Möglichkeiten verteufle, ich selber nutze sie oft und viel. Jedoch will ich damit sagen, dass die Informationen im Internet selten hinterfragt werden und einfach akzeptiert werden.

Wissen im Web ist heute durch Plattformen wie Wikipedia, überall und zu jeder Zeit verfügbar. Das hat den großen Vorteil sich mit wenigen Klicks Wissen aneignen oder nachschlagen zu können. Der Nachteil daran ist, dass jeder Wissen im Netz veröffentlichen kann. Ob es in jedem Fall dem Wohl der Allgemeinheit dient sei dahingestellt.

Eine weitere Plattform, die Wissen vermittelt, ist Youtube. Dort finden sich nicht nur Musik-Videos, sondern auch eine beachtliche Anzahl an Lehr-Videos aus allen Wissensbereichen. Diese Videos werden zum größten Teil von privaten Usern oder Firmen erstellt. Diese wollen ihr Produkt vorstellen und an den Mann bringen. Durch diese Form von Wissensvermittlung ist man nicht nur auf das geschrieben Wort beschränkt, sondern kann, wie im Schul-Unterricht auf visuelle und auditiv Methoden setzen.

Identität im Web 2.0

Viele Menschen schweben im freien Raum, irgendwo zwischen Facebook, Twitter und Google+, die als Auffangnetze für unsere zahlreichen Persönlichkeiten fungieren. Ich kann mir meine Persönlichkeit aus zahlreichen Bausteinen ermogeln und die Lebensleistung anderer mit einem Klick absaugen. Für Wahrheit und Authentizität ist in diesem Spannungsfeld kein Platz. Dafür ist klar erkennbar wie jeder Mensch gern wäre.

Das Internet ist ein Ort von Fremden. Jeder kann sich seine eigene Identität basteln und selber entscheiden, was andere von einem erfahren sollen. Bei der virtuellen Identität geht es darum, wie sich die einzelnen Personen in der virtuellen Welt präsentieren. Die Bewertung einer virtuellen Identität ist äußert schwierig. Viele kritisieren, dass die User im Netz ihre wirkliche Identität hinter beliebig ausgedachten Tatsachen (Scheinidentitäten) verstecken. Und somit wird der Austausch in sozialen Netzwerken oft zu einer Maskerade. Aber das Erstellen einer virtuellen Identität, muss nicht immer negativ sein. Der Vorteil ist, dass ihre Entstehung in der Hand des Users liegt.  Er kann selbst entscheiden, welche Aspekte er von sich offenbaren kann und möchte. Die meisten User, die sich im Netz tummeln, sind anonym und unsichtbar, so dass sie beliebige und immer neue Persönlichkeiten annehmen können, welche mit ihrem Verhalten und Aussehen im richtigen Leben meist nur sehr wenig zu tun haben. So findet man im Chat Leute, die nach eigener Aussage, dem gesellschaftlichen Ideal entsprechen, ungewöhnliche Hobbys haben oder erfolgreich in aller Hinsicht sind.

Im Internet tummeln sich nicht nur Leute die an ihrer Identität rumbasteln um gut da zustehen. Sondern es gibt auch Leute die mit falschen Angaben Geld verdienen, andere Menschen verletzen wollen und sich hinter ihrer Anonymität verstecken. Da der größte Teil der Nutzer im Netz, wenn sie Opfer einer kriminellen Handlung werden, nicht wissen an wen sie sich wenden können, bzw. nicht wissen was sie tun können, ergeben sich die meisten Nutzer ihrem Schicksal.

Die Hemmschwelle sinkt im Internet: Leute beleidigen, verletzen, oder beschämen sich gegenseitig. Was der ein oder andere im realen Leben nie oder selten machen würde. Dadurch, dass man den gegenüber nicht kennt, sinkt der Respekt vor einander und es werden Wörter geschrieben, die man einer realen Person vielleicht nicht sagen würde.